Trecker-Hifi

Wenn Wohnzimmer und Auto gut beschallt sind, kann ich es natürlich nicht auf mir sitzen lassen, daß ich aufm Trecker nur ein ca. 25 Jahre altes Radio habe, was lediglich bis 104MHz geht so daß ich nichtmal Eins Live kriege, und mir ein Blaupunkt-Plastelautsprecher 10cm neben mir ins rechte Ohr trötet - also:

Im weiteren Verlauf stellte sich erwartungsgemäß raus, das der maximal mögliche Pegel vom 4x7W-Radio geradeso ausreicht, um bei Vollgas der Maschine das Lied zu erkennen, wenn mans kennt... also muß da ne Endstufe mit rein, und natürlich im dem Zuge auch gleich ein Subwoofer. Da gehts ab Bild 9 bei.

Ganz neu ist das echte SQ-Setup 2009 mit dem ich auch erfolgreich bei einem AYA-Event angetreten bin.

Ich denke ich kann mit Fug und Recht behaupten, das ich Deutschlands einzigsten Sound-Quality Traktor habe der erfolgreich an Events teilgenommen hat!

Case IHC 644 AS (Cormick)

3,4l Diesel 60PS
4-Gang Handschaltung mit Straßen/Geländeuntersetzung + Kriechgang - gesamt 16 Vor- und 8 Rückwärtsgänge, Allrad zuschaltbar.

Farbe: Cormickrot
Räder vorn: 360/70R20 auf 11x20
Räder hinten: 16.9R30 auf 15x30
Vollhydraulische Lenkung, Frontlader, Comfort-2000 Kabine

Tuning:

Xenonlook-Lampen, 16V Dachantenne :)

Anlage - Komponenten:

Radio: Clarion DXZ 938 R

Frontsystem MT: Original 4x6" VW-Breitbänder von Philips aus den hinteren Einbauplätzen im Golf II

Frontsystem HT: Hertz HT 25

Verstärker für Frontsystem: interne Verstärker des Radios im Bi-Amping Betrieb

Subwoofer: VEB Elektroakustik Leipzig 20cm in ca. 11l geschlossen

Verstärker für Subwoofer: Blaupunkt BQX 320 gebrückt

Erfolge:

20.04.2008: 3. Platz Einsteiger 2500 beim tAYAucher in Bünde mit 133 Punkten
05.04.2009: 1. Platz Einsteiger 2500 beim Carhifi-Store Bünde AYA mit 148 Punkten
11.07.2009: 6. Platz Outlaw-Klasse beim WoofAYA in Rahden mit 146,5 Punkten

mehr über AYA unter www.ayasound.org

 

1. Nachdem das Uralt-Radio entfernt war, muß erstmal der Radioausschnitt größer gemacht werden, um ein DIN-Gerät unterzubringen. Flex, Bohrer und Feile und 20min Zeit :-)

2. Das neue Radio ist tiefer als das alte, und dahinter sitzt ein Luftfilter für die Inneraumbelüftung, deswegen kommt noch ein ausgesägter 19mm-MDF-Rahmen vor den Einbaurahmen.

3. Die gesamte Kabelage mußte auch erneuert werden und die Leitungen für die neuen Lautsprecher gelgt werden. Diese verschwinden in irgendwelchen Ritzen.

4. Hier ein Blick aufs Radio durch die Öffnung vom Luftfilter. Wäre schön, wenn man im Auto so gut hinter das eingebaute Radio kommen würde, um die Kabel gescheit zu ordnen!

 

5. Da sitzt es, das 'neue' SEAT-Radio. Nicht schön, aber selten.

6. So sieht das vom Fahrersitz aus aus. Die Lautsprecher hatte ich mal für die Firma gebaut und standen auf meiner Werkbank. Den dazugehörigen Subwoofer habe ich jetzt aber noch nicht im Trecker untergebracht, da muß was kräftigeres her.

7. Eine schicke 16V-Antenne gibt auch beim Trecker 5 Extra-PS :) und läßt sich hoffentlich nicht so schnell von tiefhängenden Ästen beeindrucken wie die alte.

8. Und hier ist das gute Stück in voller Pracht, 60 bärige PS und 4 Tonnen Leergewicht, Allradantrieb und im Gegensatz zu dem Gefährt im Hintergrund voll geländetauglich :-)

Klingen tut das ganze schonmal wesentlich besser als die alte Quäke, auch wenn ich wahrscheinlich noch etwas an der Weiche machen muß, und ein Sub muß natürlich auch noch untergebracht werden. Der muß klein sein und braucht ordentlich Dampf, der Trecker ist ziemlich laut...

Jetzt gehts daran, die Endstufe und den Subwoofer unterzubringen.

9. Zuersteinmal muß das 16mm² Stromkabel von der Batterie in die Fahrerkabine gezogen werden. Da bleibt nur der Weg vorbei am recht offen liegenden Motor, deswegen habe ich das in ein orangenes Installations-Wellrohr geschoben, ist auf dem Bild etwas zu erkennen, da wo die Kabelbinder sind.

10. Durch ein von mir gebohrtes Loch in einer Ecke der Kabine gehts hinein.

11. Die Endstufe, eine uralte Blaupunkt BQX 320 findet ihren Platz direkt auf dem Armaturenbrett, wo sie in dem Hartpappe/Kunststoffteil fest verschraubt wird. Die Cinchkabel sowie die Lautsprecherkabel gehen am Rahmen der Kabine entlang und dann in den Ecken nach oben, sie liegen offen und sind mit Klebe-Kabelbinderschellen befestigt.

12. Beim Verlegen der Cinchkabel Richtung Decke wo das Radio sitzt, habe ich auch gleich einen Superplatz für Subwoofer gefunden, und zwar rechts und links des oberen Instrumenteträgers und des Gebläsekastens. Mit ein wenig mehr Aufwand wären dort locker 2x 30 Liter Gehäuse möglich, man müßte nur um die schräge Strebe herumbauen.

 

13. Nun wird ein Gehäuse für die beiden Subs gebaut, zum EInsatz kommen ein paar alte 20cm-Baßchassis der VEB Elektroakustik Leipzig, die bis dato in 2 alten, geschlossenen 30l-Boxen zum Einsatz kamen.

14. Die Aussparung muß dort sein, wo die Himmelverkleidung zum Fahrer hin eine Schräge hat. So bleiben ca. 11 Liter Volumen übrig, die für die 20er ausreichen sollten.

15. Jetzt habe ich die Dachverkleidung für den 20er ausgeschnitten. Man solls nicht glauben, aber als der Trecker 1981 gebaut wurde, gabs schon GFK!

16. Wenn das Loch sitzt, wird die Kiste auf ihre Position gebracht, und das Loch von der Verkleidung auf die Kiste angemalt, ausgesägt und dann kommt noch ein Abstandsring drauf, da die Verkleidung von diversen 'Stabilisationsbeulen' geprägt ist. Schraubnasen zum Befestigen sollte man auch nicht vergessen. Dort wo die Befestigungslöcher der Chassis sind, habe ich 6mm Löcher in die Verkleidung gebohrt. Die Zuleitung habe ich da auch schon gleich mit verlegt. 0,75mm² soll hier reichen, wollens ja nicht übertreiben.

 

17. Die Gehäuse werden wie üblich mit Polyesterwatte gefüllt, dann wird noch ein Schaumstoffdichtband zwischen Gehäuse und Verkelidung aufgebracht, die Verkleidung verschraubt und dann die Löcher für die CHassisbefestigung vorgebohrt. Dann werden die Chassis eingesetzt. Durch die Verschraubung der Chassis verbindet sich jetzt die Verkleidung mit den Subgehäusen.

18. Hier mal ein Blick auf die per Kabelklebeschellen verlegten LS- und Cinchkabel. Da gibts keine Verkleidung wo man das hinter verstecken könnte.

19. Hier sieht man die Blaupunkt-Endstufe auf dem Armaturenbrett nochmal.

20. Und so sieht das jetzt etwa vom Fahrerplatz aus aus.

Klanglich tendiert die Anlage je nach Einstellung des Baßpegels zwischen normal gutem Baßfundament und richtig fetten Bässen, wo leider auch Männerstimmen angedickt werden. Das Filter der Blaupunkt scheint nicht das steilste zu sein. Insgesamt klingt es trotzdem knackig, und auch Kickbass ist gut vorhanden. Bei höheren Pegeln ist der Baß gut spürbar. Die Höhen sind bei größeren Pegeln nervig, aber ich habe da schon andere Hochtonkalotten im Hinterkopf. Die Gehäuse der Satelliten sollen auch noch umgebaut werden, das der ovale Mitteltöner flach liegt und sie nicht so stark aufbauen.

Fortsetzung folgt bestimmt...

...und hier ist sie schon! Habe neue Lautsprecher gebaut, die sich besser den Gegebenheiten anpasen und die extrem nervigen Westra-Hochtöner HiFi-Fischer) gegen alte 'VEB Fernmeldetechnik Leipzig' ersetzt. Nicht grad der Burner, aber immerhin besser. Das ganze muß natürlich eine Weiche haben, die auf das Fahrzeug abgestimmt ist, also Meßequipment geschnappt und ruff aufn Trecker. Die Weichen hängen zum Basteln erstmal lose.

Weil das Radio keine CD hat, ich aber ein korrektes Rauschen zum Messen benötige, wird erstmal der CD-Player zweckentfremdet und angeschlossen:

Nach einigem hin und her messen bin ich jetzt mit ner Weiche + Saugkreis für ne Überhöhung um 800Hz herum gekommen, war nicht toll, ging aber erstmal.

 

Neues SQ-Setup 2009

Nach dem überraschenden 3. Platz bei der AYA in Bünde 2008 hab ich mir gedacht, das muß besser gehen und konsequent umgebaut. Die Lautsprecher wurden kleiner, damit ich die Regeln zur Sichtverdeckung halbwegs einhalte (nur 2,5 Punkte Abzug statt 5) und hochkant in die Ecken gebaut um die Bühne zu verbessern. Desweiteren habe ich die gräßlichen Hochtöner gegen Hertz HT 25 aus dem HSK-System getauscht, hatte ich gerade günstig bekommen.


Die Gehäuse im Rohbau.


Lackieren mit (hartem) Pinsel gibt einen schönen Struktureffekt. Genug Licht war auch da :)


Je billiger die Chassis, desto mehr lohnt sich das anspachteln. Aluspachtel habe ich leider nicht gehabt, aber Glasfaserspachtel tuts hier auch. Hat den Korb (und mein Gewissen) merklich beruhigt.


Die Gehäuse sind jetzt montiert und die Kabel provisorisch verlegt.


Dann wurde auf Basis der alten Weiche eine neue und verbesserte Version entwickelt.


Dazu hat mir meecrob praktischerweise seinen Eee-PC und...

...einen 15" TFT geliehen der auf der Motorhaube stand. So läßt sichs abeiten. In die Garage an meinen Einmeßplatz paßt der Trecker leider nicht hin.


So sieht die neue Weiche aus, MT und HT sind mit jeweils 12dB getrennt.


Zum Problem entwickelte sich leider das sehr günstig bekommene Clarion 938, das gab die CD nämlich nicht wieder her, der Mikroschalter der den Laufwerksmechanismus in Gang bringt war kaputt, und die die ich bekommen habe gingen zu stramm so das sie nicht betätigt wurden. Da mir die Zeit auch ausging im Hiblick auf den Wettbewerb habe ich den Ejectknopf kurzerhand ausgelagert :)


Die 35km nach Bünde zum AYA bin ich dann auch wieder gefahren. Voller Erfolg, auf Mamas Namen angemeldet erreichte er mit 8,5 Punkten Vorsprung den 1. Platz in der Einsteiger 2500 :)

Mal sehen was ich mir für nächstes Jahr einfallen lasse :)

 

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